Glarner Familienwappen

 

Das Wappen war ursprünglich ein Abzeichen auf einem Schild. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts, der Zeit der Kreuzzüge, entstanden Wappen in ihrer klassischen, mittelalterlichen Form - also unter anderem im Zusammenhang mit dem Erscheinen großer Ritterarmeen. Zünfte, Staaten, Gemeinschaften, aber auch Familien übernahmen ein eigenes Wappen. Ein Familienwappen ist eine Art Persönlichkeitszeichen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Dieses Privileg gilt nicht nur für Adelsfamilien, auch bürgerliche Familien nutzten es. In der Schweiz ist es Tradition und praktisch alle Schweizer Familien haben ein eigenes Familienwappen. Viele Glarner Familienwappen sind jedoch Schöpfungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Das Wappen einer bestimmten Region ist in sogenannten heraldischen Büchern zu sehen. Für Glarus gibt es das Wappenbuch des Landes Glarus, herausgegeben von Ida Tschudi-Schümperlin und Jakob Winteler im Jahr 1937. Dieses Buch enthält praktisch für alle Glarner Familien das Familienwappen.

 

Das erste Wappen der Glarner Familie war das Wappen der Ritter von Glarus. Im 14. Jahrhundert erfahren wir von den ersten Wappen der bürgerlichen Familien, nämlich der Elmer (1318), Kilchmatter (1372) und Hophan (1394). Im folgenden Jahrhundert wird die Serie schnell erweitert. Wir finden die der Familie Vogel (1419), Tschudi (1421), Am Büel (1421), Wanner (1421), Schindler (1427), Netstaler (1439), Schübelbach (1470), Aebli (1479), Jenny (1490) Kuchli (1490), Rietler (1490) und Landolt (1502).

 

Sammlung der Glarner Familienwappen

Für fast alle Glarner Familien finden Sie das entsprechende Wappen im Buch Wappenbuch des Landes Glarus. Samuel Wild hat bereits 1902 die Glarner Familienwappen zusammengestellt, diese sind heute auf der Website des Landesarchivs veröffentlicht.

 

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Heraldik und die Teile eines Wappens

 

Formally known as an achievement, armorial achievement, or heraldic achievement, what is commonly referred to as a "coat of arms" consists of several parts: the shield, the mantling, the helm, the wreath, charges, and the crest (note that not all arms have crests). 

 

 The Heraldic Description of a Coat of Arms (Blazon of Arms)

 

Die offizielle, schriftliche Beschreibung des Wappens wird als Blasonierung bezeichnet, wie z.B. "Das Wappen der Familie Wild zeigt in Blau einen natürlichen, wilden Mann, eine goldene Keule tragend. Um den Kopf und um die Lenden sind grün belaubte Eichenzweige geschlungen". Die Wappenbeschreibung mag wie eine Fremdsprache erscheinen, aber es ist einfach ein System von Codewörtern, um Farben, Platzierung und Stil zu bezeichnen, indem man eine Wortkonstellation verwendet.

 

Ein Großteil des Entwurfs für eine moderne Darstellung eines bestimmten Wappens ist eher die Präferenz des Künstlers oder der Stil eines bestimmten Herolds und nicht ein Teil eines bestimmten Wappen. Die Umhüllung und die Banner für Namen zum Beispiel sind kein offizieller Bestandteil des Wappenschildes. Auch der Helm ist nicht Teil des offiziellen Wappenschildes. Einige Historiker messen der Gestaltung des Helms als Ausdruck eines bestimmten Jahrhunderts oder den sozialen Status eine Bedeutung bei, aber es bestehen unterschiedliche Auffassungen in dieser Frage.

Die Wappenbeschreibung am Beispiel des Familienwappens der Familie Wild lautet wie folgt:

 

Das Wappen der Familie Wild zeigt in Blau einen natürlichen, wilden Mann, eine goldene Keule tragend. Um den Kopf und um die Lenden sind grün belaubte Eichenzweige geschlungen.

 

Beim Helm handelt es sich um einen Bügelhelm mit sieben Bügeln in Silber gehalten. Die Helmzier wiederholt den wilden Mann mit der goldenen Keule und den Eichenlaubkränzen. Die Helmdecke wiederholt die Schildfarben und umrankt pflanzenartig den Schild. Die Innenseite zeigt das Silber des Metalls und die Aussenseite das Blau des Schildes. 

 

Der Schild ist ein oben zweifach gebuchteter Dreieck-Schild, eine Schildform, welche im 18. und 19. Jahrhundert in England verwendet wurde. Die Schildfarbe Blau steht für Beständigkeit, Treue, Ruhm Ehre und Aufrichtigkeit.

 

Wilde Männer auf Familienwappen können als Allegorie für vieles stehen, etwa Kraft, Ungezügeltheit, Wildheit, Naturverbundenheit oder Einsamkeit. Die Figur kann auch ein Hinweis auf die Herkunft der Familie, als Bewohner von sehr waldigen Gebieten – mit oder ohne lokaler Sagengestalt – sein. Da der Stammvater Johann Wilhelm Wild aus Wildhaus stammte (dort wo auch das Wildenmannlisloch liegt) und es sich hier wohl um ein "redendes" Wappen handelt, steht der wilde Mann wohl für die Herkunft der Familie.

Deutung der Glarner Familienwappen

Für die folgenden Familien stehen entsprechende Interpretationen des Wappens zur Verfügung:

Feldmann

Figi

Freuler

Hösli

Stüssi

Weiss

Wild

Für andere Familien können Sie hier bestellen

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