Feldmann

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Feldmann Familienwappen (Wappenbuch Glarus)
Feldmann II ist das gebräuchliche Wappen
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Feldmann Familienwappen (Wappenbuch Samuel Wild)

Vorkommen in Glarus

Glarus / Näfels / Schwanden

Über die Feldmann Familie

Der Name lässt auf ursprüngliche Wohnstätten- oder Berufsbezeichnung schliessen.

 

Bei der Familie Feldmann handelt es sich um eine alteingesessene Familie, deren Herkunftsort Schwanden zu sein scheint. Schon im 16. Jahrhundert liessen sich aber Familien auch in Glarus und Näfels nieder. Erstmals wird ein Feldmann urkundlich 1372 erwähnt, in welchem Jahr Rudolf als einer der 42 Bürgen genannt wird. 1385 stellt er einem Landsmann sein Siegel zur Verfügung. 1395 ist ein Johann Feldmann einer der Bürgen für den jährlichen Zins an das Kloster Säckingen. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts sind dann verschiedene Mitglieder der Familie mit Wohnsitz in Schwanden belegt. 1542 ist z.B. Schmiedemeister Michael Feldmann überliefert, der der Gemeinde als Kirchenpfleger diente. Ab 1543 ist in den Akten verschiedentlich ein Ulrich Feldmann erwähnt. 1551 amtet Thys Feldmann als Freibergschütze, und 1555 vertrat ein Hans Feldmann den Tagwen (Bürgergemeinde) in einem Streifall. Im übrigen war die Familie in Schwanden nie sehr zahlreich, und ihre Angehörigen bekleideten in früheren Jahrhunderten auch keine höheren Ämter. Die Feldmann betätigten sich als Handwerker und dienten der Kirche vielfach als Sigrist. In früheren Jahrhunderten trugen mehrere Mitglieder der Familie den sonst wenig gebräuchlichen Vornamen Levin.

 

Die Feldmann aus Glarus stammen unzweifelhaft aus Schwanden, da sie verschiedentlich das dortige Tagwenrecht erneuerten. 1560 war bereits ein Feldmann Hausbesitzer im Hauptort, und seit dem Ende des Jahrhunderts ist in Glarus eine Metzgersfamilie nachgewiesen, die ihren Beruf auch im 17. Und 18. Jahrhundert ausübte. Einige sind als Mätzenhändler bekannt geworden (Mätzen waren Wollentücher, die vor allem in Glarus gefertigt wurden und dort auch als Kleidung gebraucht wurden). Ein höheres Amt bekleidete nur Jakob Feldmann (gestorben 1655), der während drei Amtsdauern als Landvogt auf Schloss Werdenberg amtete und als Landsfähnrich und Landshauptmann diente. Eidgenössische Bedeutung erhielt dann die Familie durch Oberst Rudolf Markus Feldmann (1869-1947). Dieser unterrichtete in jungen Jahren als Lehrer am Gymnasium in Thun und wirkte dann als Sektionschef der Generalstabsabteilung und Chef der Soldatenfürsorge sowie als Dozent für Militärwissenschaften. Sein Sohn Markus Feldmann (1897-1958) machte sich zuerst einen Namen als Anwalt, Redaktor und Nationalrat und gehörte 1951 bis 1958 dem Schweizerischen Bundesrat an. 

 

Bei den Feldmann aus Näfels weiss man nicht genau, ob sie direkt aus Schwanden stammen oder den Umweg über Glarus genommen haben. Sie gehen anscheinend auf Hans Feldmann zurück, der sich 1598 zusammen mit seinem Sohn Jakob für je zehn Gulden einbürgern liess und zum Stammvater einer heute recht zahlreichen Familie wurde. Im alten Glarus stellte die Familie keine nennenswerten Magistraten. Familienangehörige dienten dem Land als Hausmeister, Schiffmeister, Waagmeister und Bote. Einige zeichneten sich als Hafnermeister aus. Franz Jakob Feldmann wurde 1754 Probst des Chorherrenstifts Bischofszell. Ein Feldmann aus Näfels führt heute in zweiter Generation eine Buchdruckerei in Schwanden.

Interpretation des Familienwappens

Quellen

 

Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 3, p 334

Stucki Fritz, 50 alte Glarner Familien, p 29-30

Tschudi-Schümperlin Ida / Winteler Jakob, Wappenbuch des Landes Glarus, p 30-31

 

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