Genealogie

"Man muss wissen, woher man kommt, wenn man wissen will, wer man ist. Wir sind auch unser Ursprung. Die Wünsche, die Lebensbilder, die Lebenserwartung der Menschen, die vor uns gelebt haben, werden in unserer Gegenwart aufgenommen. Sie zu verfolgen, bedeutet, mehr über sich selbst zu erfahren."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über das Glarner Stammbaumprojekt

 

Seit vielen Jahren betreibe ich die Familienforschung über die Glarner Familien als mein Hobby. Vor etwa fünf Jahren habe ich ein ehrgeiziges Projekt gestartet, das die familiären Verbindungen zwischen den rund 200 ursprünglichen Familien aus Glarus aufzeigen soll. Ausgangspunkt meiner Familienforschung ist immer das hervorragende genealogische Werk von Johann Jakob Kubly-Müller. In mehr als 30 Jahren Arbeit (1893-1923) hat Kubly-Müller dieses einzigartige Nachschlagewerk geschaffen. Es umfasst insgesamt 36 große und kleine Bände sowie das Register für die ältere Glarner Genealogie und ein alphabetisches Verzeichnis. Kubly Müllers monumentales Werk, das auf dem gesamten Bestand der Pfarrbücher des Kantons Glarus aufbaut und durch historische Verzeichnisse, Dokumente und Materialien aus öffentlichen und privaten Archiven ergänzt wird, listet alle Glarner Familien vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart in ihrer Abfolge auf und verbindet sie in einer sauberen und lesbaren Schrift.

Wenn immer möglich, habe ich die Kubly-Müller-Referenz in den Glarner Stammbaum aufgenommen. Darüber hinaus nutze ich auch Informationen, die ich auf relevanten Websites finde (z.B. Ancestry.com, Finde A Grave etc.). Da solche Informationen mit Vorbehalt übernommen werden müssen, versuche ich nach Möglichkeit, die aus dem Internet gesammelten Informationen zu überprüfen. Ich veröffentliche meine Ergebnisse auf verschiedenen Websites, eine ist meine eigene Website auf Tribalpages, eine andere auf Geneal-Tree, einer deutschen Website und die dritte ist die kostenpflichtige Webseite von Ancestry (Links siehe unten). Über diese Webseiten bekomme ich Zugang zu interessierten Genealogen, mit denen ich laufend weitere verfügbare Informationen austausche und so im Gegenzug zusätzliche Informationen erhalte, die mein Projekt unterstützen. Die Familiengeschichte besteht nicht nur darin, Geburts-, Ehe- und Sterbedaten zu sammeln. Die Familiengeschichte ist interessant und nur durch individuelle Geschichten und Fotos zugänglich. Deshalb habe ich, wann immer möglich, Fotos und historische Fakten in die Stammbäume aufgenommen. Die meisten dieser Dokumente erhalte ich von dem immer größer werdenden Kreis interessierter Hobby-Genealogen. Daher sind zusätzliche Informationen über fehlende Familienmitglieder immer sehr willkommen.

Der Glarner Stammbaum mit mehr als 210'000 Individuen zu finden auf:

 

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Familienforschung in der Schweiz

 

Zivilstand: Zivilstandsdokumente (Geburt, Heirat, Scheidung, Tod) werden erst seit 1876 von den Schweizer Behörden erfasst. Zuvor wurde der Zivilstand von den römisch-katholischen und protestantischen Kirchen erfasst. Als erstes müssen Sie herausfinden, welcher Religion ein Auswanderer in der Schweiz angehörte.  Die Aufzeichnungen wurden in einer katholischen oder protestantischen Kirche vor 1876 aufbewahrt. Es ist selten, dass Personen bei der Auswanderung die Religion wechseln, so dass man im Zweifelsfall davon ausgehen kann, dass die im Ausland praktizierte Religion die gleiche ist wie in der Schweiz. 

 

Heimatort: Wo ist der Heimatort? Dies bezieht sich auf eine Stadt, Kleinstadt oder Gemeinde, in der zivile Dokumente aufbewahrt werden. Der Heimatort ist auch bekannt als der "Bürgerort". Dieser Herkunftsort wird vom Vater an das Kind und bei der Heirat an die Frau weitergegeben. Bis vor kurzem hatte eine Frau bei der Heirat den Heimatort von ihrem Mann erworben und ihren eigenen verloren. Diese wurde aber bei der letzten Gesetzesrevision geändert.  

 

Dokumente über Änderungen des Zivilstands werden am Heimatort erfasst, unabhängig davon, wo das Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. Dies gilt seit 1876, in einigen Fällen sogar seit Ende des 17. Jahrhunderts.  

 

Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme: Die Heimatorte registrieren nur die Dokumente, die an sie geschickt werden. In den vergangenen Jahrhunderten, in denen eine Person auswanderte, war es sehr selten, dass Änderungen des Zivilstandes in die Schweiz gemeldet wurden und somit konnten die Familienregister nicht auf dem neuesten Stand gehalten werden.

 

Die Datenschutzbestimmungen der Schweiz haben die Suche nach lebenden Verwandten erschwert. Die Zivilstandsverordnung verlangt eine kantonale Forschungsbewilligung, die einer vom Kanton festgelegten Gebühr unterliegt. Das Schweizer Datenschutzgesetz kann hier eingesehen werden: Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG)

 

Familienforschung in Glarus

 

Daten von Personen, die vor 1918 geboren wurden oder seit 1988 gestorben sind, können ohne Genehmigung eingesehen werden. Für den Zugriff auf Daten von Personen, die jünger als 100 Jahre oder noch nicht 30 Jahre tot sind, ist eine Genehmigung des kantonalen Zivilstandsamtes erforderlich. Ein entsprechender Antrag ist vorab an marianna.weber@gl.ch mit der Begründung einer solchen Prüfung zu richten. Die Genehmigung wird in der Regel problemlos erteilt, wenn Sie über Ihre eigene Familie recherchieren wollen. Wenn Sie Unterstützung benötigen, klicken Sie hier.

 

Die Kubly-Müller-Bände mit allen Familieninformationen werden im Landesarchiv in Glarus archiviert.

 

Landesarchiv des Kantons Glarus

Gerichtshausstrasse 25

8750 Glarus

 

Bevor Sie dorthin gehen, müssen Sie um Erlaubnis fragen oder einen Schreibtisch reservieren:

 

Lara Caetano

Wappen und Genealogie

Phone: +41-55 646 63 11

lara.caetano@gl.ch  or  landesarchiv@gl.ch

 

Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Freitag von 8 bis 12 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr, am Donnerstag bis 17.30 Uhr

Planen Sie genügend Zeit für Ihre Recherchen ein. Es kann 5 Minuten oder mehrere Stunden dauern. Ich habe eine Benutzungsanleitung für den Besuch im Landesarchiv vorbereitet: User Guide On How To Read The Kubly-Müller Records.

HIer können sie den offiziellen Flyer des Landesarchivs einsehen in Englisch): 

User Guide prepared by the Landesarchiv in Glarus

Die Kirchenbücher von Glarus

Die Einführung von Kirchenbüchern in Glarus erfolgte relativ spät, also fast 100 Jahre nach dem Erscheinen der ältesten Kirchenbücher der Schweiz (in Pruntrut 1481). Zwar hatte der Trienter Rat von 1563 Beschlüsse über die Einführung von Kirchenbüchern gefasst, aber in den sehr ausgeprägten katholischen Gemeinden wie Näfels begannen sie erst 1655, während beispielsweise die protestantische Gemeinde Mollis ab 1570 als erste diese Register im Kanton einführte. Die Nutzung der Kirchenbücher muss klar sein, auf der Grundlage dessen, welche Kirchengemeinden zu welcher Zeit bestanden haben und wo ihre Bewohner vorher zur Kirche gegangen sind. Die Gemeinde Bilten gehörte bis 1607 zu Niederurnen, Netstal bis 1699 (evangelisch) bzw. 1708 (katholisch) zu Glarus, sowie Mitlödi vor 1725, während Luchsingen bis 1753 teils zu Betschwanden und teils zu Schwanden gehörte. Mühlehorn gehörte bis 1760 zu Obstalden und Ennenda vor 1774 zu Glarus. Oberurnen, das als letzte Kirche vor der Einführung der zivilen Register 1868 in die eigene Kirchengemeinde erhoben wurde, gehörte bis dahin zur Gemeinde Näfels.

 

Die Kirchenbücher vor 1876 lassen viele Wünsche offen, da die Kontrolle der Organe des Kirchenkommitees und der Synode wenig Wirkung zeigte. Einige Gemeindemitglieder legen wenig Wert auf eine sorgfältige Führung des Registers. Außerdem wurde 1861 das älteste Kirchenbuch der Kirchengemeinde Elm verbrannt. Auch die Kirchengemeinde Obstalden erlitt einen fast irreparablen Verlust, als 1834 alle Kirchenbücher beim Brand des Pfarrhauses in den Flammen verbrannten. Die Kirchenbücher der katholischen Gemeinde Glarus erlitten bis zum Jahr 1733 ein ähnliches Schicksal.

Erste Kirchenbücher der Kirchengemeinden

B: Geburtstag- und Taufregister

M: Eheregister

D: Sterberegister

Betschwanden: B: 1598-1875 / M: 1606-1875 / D: 1771-1875

Bilten: gehörte zuvor zu Niederurnen/ B: 1607-1875 / M: 1607-1875 / D: 1607-1875

Braunwald: gehörte zuvor zu Betschwanden und Linthal

Diesbach: gehört zu Betschwanden

Elm: B: 1595-1875 / M: 1595-1875 / D: 1595-1875

Engi: gehörte zuvor zu Matt / B: 1801-1875 / M: 1801-1875 / D: 1801-1875

Ennenda: gehörte zuvor zu Glarus / B: 1775-1875 / M: 1775-1875 / D: 1775-1875

Filzbach: gehört zu Kerenzen (Obstalden)

Glarus Protestantisch B: 1598-1875 / M: 1598-1875 / D: 1620-1875

Glarus Katholisch: B: 1800-1875 / M: 1800-1875 / D: 1800-1875

Hätzingen: gehört zu Betschwanden

Haslen: gehört zu Schwanden / B: 1801-1875 

Kerenzen (Obstalden): B: 1834-1875 / M: 1834-1875 / D: 1834-1875 (Rekonstruktion früherer Jahre auf der Grundlage alter Kirchenprotokolle)

Leuggelbach: gehört zu Schwanden

Linthal Protestant: B: 1601-1875 / M: 1601-1875 / D: 1640-1875

Linthal Catholic: B: 1654-1875 / M: 1654-1875 / D: 1654-1875

Luchsingen: gehörte zuvor teilweise zu Betschwanden und teilweise zu Schwanden / B: 1752-1875 / M: 1752-1875 / D: 1752-1875

Matt: B: 1595-1875 / E: 1595-1875 / D: 1595-1875

Mitlödi: gehörte zuvor zu Glarus / B: 1725-1875 / M: 1725-1875 / D: 1725-1875

Mollis: B: 1571-1875 / M: 1627-1875 / D: 1617-1875

Mühlehorn: gehörte zuvor zu Kerenzen (Obstalden) / B: 1761-1875 / M: 1761-1875 / D: 1761-1875

Näfels: B: 1655-1875 / M: 1655-1875 / D: 1655-1875

Netstal Protestantisch: gehörte zuvor zu Glarus / B: 1698-1875 / M: 1698-1875 / D: 1698-1875

Netstal Katholisch: gehörte zuvor zu Glarus / B: 1861-1875 / D: 1861-1875 

Nidfurn: gehört zu Schwanden

Niederurnen: B: 1680-1875 / M: 1680-1875 / D: 1680-1875

Oberurnen: gehörte zuvor zu Näfels / B: 1868-1875 / M: 1868-1875 / D: 1868-1875

Riedern: gehört zu Glarus

Rüti: gehörte zuvor zu Betschwanden / B: 1809-1875 

Schwändi: gehörte zuvor zu Schwanden / B: 1801-1875

Schwanden: B: 1611-1875 / M: 1611-1875 / D: 1662-1875

Sool: gehörte zuvor zu Schwanden / B: 1750-1875 / M: 1750-1875 / D: 1750-1875

Informationen zu Schweizer Friedhöfen

In Nordamerika können Friedhöfe eine wichtige Quelle für die Sammlung genealogischer Informationen sein. Grabsteinbeschriftungen und Plotplatzierungen können zu neuen Informationen über Ihre Vorfahren führen. Find a Grave ist eine Website, die Ihnen hilft, Grabsteine auf der ganzen Welt zu finden.

 

Sie werden diese Ressource in der Schweiz nicht finden.  Nur sehr wenige Gräber sind älter als 25 Jahre. Die Schweiz ist ein sehr kleines Land mit begrenzter Landnutzung.  Daher ist es wichtig zu wissen, dass Grabstätten in der Regel nur für 25 Jahre gemietet werden können. 

 

Familien können Flächen kaufen oder sehr langfristig mieten. Vielleicht finden Sie auch einen Grabstein eines bedeutenden Bürgers, der mehr als 40 Jahre zurückreichen könnte. Aber in den meisten Fällen gilt, dass sobald das Grab ausgehoben ist, der Grabstein an die Familie zurückgegeben oder recycelt wird.

Veröffentlichung von Zivilstandsmeldungen

Die Veröffentlichung der Zivilstandfälle (Geburten, Hochzeiten oder Bestattungen) begann erst mit der Einführung des kantonalen Zivilstandswesen auf den 1.1.1870. Ab dieser Zeit mussten die Zivilstandsbeamten alle Eintragungen in den Zivilstandsregistern in verkürzter Form in den kantonalen Amtsblättern publizieren. 

 

Ab 1978 konnte die Veröffentlichung eines Zivilstandsfalles auf begründetes Gesuch von Betroffenen an das Zivilstandsamt unterbleiben. Im Kanton Glarus wurde auf Wunsch der Angehörigen Geburten und Todesfälle im Amtsblatt veröffentlicht. 

 

Auf den 1. Juli 2017 wurde der Artikel 57 der eidgenössischen Zivilstandsverordnung aus Datenschutzgründen aufgehoben, so dass die Kantone die Zivilstandsämter nicht mehr zur Publikation von Zivilstandsfällen ermächtigen dürfen. Im Kanton Glarus werden Trauungen, Geburten und Todesfälle seit der Änderung im Bundesgesetz dem Amtsblatt nicht mehr automatisch gemeldet und ab dem 1.7.2019 wurden auch keine Zivilstandsmeldungen mehr im Amtsblatt veröffentlicht. Angehörige dürfen jedoch Ereignisse selber mittels einer privaten Anzeige an die Öffentlichkeit tragen.

 

Die Website Todesanzeigenportal.ch publiziert alle in der Schweiz in Zeitschriften oder online veröffentlichte Todesanzeigen.

 

In den Gemeinden ist es für die Einwohner wichtig, über das Leben im Dorf bzw. in der Gemeinde informiert zu werden. Nicht umsonst gehören die Geburts-, Heirats- und Todesanzeigen zu den meistgelesenen Rubriken von Zeitungen und Mitteilungsblättern. Online publizierte Zivilstandsmeldungen gehören jeweils zu den Topnews und werden am meisten gelesen. Dem Argument, die Veröffentlichung entspreche keinem überwiegenden Interesse, muss somit widersprochen werden. Daher hat Nationalrat David Zuberbühler in der Herbstsession 2019 dem Rat in einer Motion vorgeschlagen, das Publikationsverbot für Zivilstandsmeldungen wieder aufzuheben.

Zählen Sie Ihre Vorfahren

Viele von uns sind daran interessiert, woher unsere Familien kommen und wer unsere Vorfahren waren. Wo liegen unsere "Wurzeln"? Einige von ihnen haben vielleicht sogar ihre Genealogie oder Familiengeschichte recherchiert. Doch haben Sie jemals ernsthaft darüber nachgedacht, wie viele direkte Vorfahren Sie wirklich haben? Offensichtlich ist es eine Menge, aber wie viele? Vielleicht haben Sie sogar Aussagen gehört, dass alle Europäer im Nachkommen Karls des Großen sind oder dass alle Menschen englischer Abstammung zu 86% von Menschen abstammen, die zur Zeit von Wilhelm dem Eroberer vor fast tausend Jahren in England gelebt haben. Wenn Sie in Nordamerika leben und englische oder europäische Vorfahren haben, gelten die gleichen Fragen. In der Tat, wo immer ihr lebt und was auch immer eure ethnische Abstammung ist, die Fragen von Abstammung und Herkunft sind die gleichen. Ein kurzer Artikel, der 2012 im "The Wild Peas Blog" veröffentlicht wurde, versucht auf nicht-mathematische Weise, einige dieser Fragen zu beantworten oder zumindest zu erläutern.

Hier der Link zum englischsprachigen Beitrag

How many people have ever lived on earth? / Wie viele Menschen haben jemals auf der Erde gelebt? Hier der Link zum englischsprachigen Beitrag

Tabelle mit der theoretischen Anzahl der Vorfahren, dem Alter und dem Geburtsjahr aller Ihrer direkten Vorfahren

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Laden Sie diese Liste herunter und Sie können das Alter und Jahr Ihrer Vorfahren berechnen, indem Sie ihr Geburtsjahr als Proband eingeben (z.B. 1960)

Diagramm der Verwandtschaftsgrade

Der Grad der Verwandtschaft ist die Ebene der Beziehung zwischen zwei Personen, die durch Blut verwandt sind, wie z.B. Elternteil zu Kind, Geschwister zu Geschwistern, Großeltern zu Enkelkindern oder Onkel zu Neffen, erste Cousinen, etc.

 

Anthropologen bezeichnen den Prozess der Herausarbeitung von Cousin-Beziehungen als "Kollateralgradberechnung". Mehrere Entfernungen und Grade der Vetternschaft können kompliziert werden, aber Sie müssen kein Wissenschaftler sein, um es richtig zu machen. Die folgende Tabelle hilft Ihnen, die Verwirrung zu Ihren Verwandten zu beseitigen; folgen Sie einfach den Anweisungen zur Benutzung. Um zum Beispiel herauszufinden, wie Sie mit dem Sohn des Bruders Ihres Ururgroßvaters verwandt sind, ermitteln Sie zuerst den Vorfahren, den Sie mit ihm teilen: Ihren Ururgroßvater (dritter Ururgroßvater). Finden Sie ihn auf der Tabelle, dann zählen Sie eine Generation für den Bruder und eine weitere für den Sohn des Bruders herunter. Er ist Ihr Cousin ersten Grades, dreimal entfernt.

Klicken Sie hier zum Herunterladen eines weiteren Diagramms, das das Gleiche wie oben zeigt, aber die DNA-Daten (durchschnittlich in Zentimorgans) enthält, um Ihre Beziehung zu einer genetischen Übereinstimmung zu schätzen.

Aufgrund der eingeschränkten Mobilität zu Zeiten unserer Vorfahren haben viele von uns Fälle in unseren Stammbäumen von Cousins, die geheiratet haben, ob wissentlich oder unwissentlich. Das bedeutet, dass Sie mit derselben Person auf verschiedene Weise verwandt sein können. Dies führt dann zum so genannten Ahnenverlust.

Jemand, mit dem Sie durch Heirat und nicht durch Blut verwandt sind, ist nicht Ihr Cousin. Sie könnten Schwiegereltern sein, oder Ihre Beziehung hat vielleicht keinen anderen Namen als (wie wir hoffen) gute Freunde. Weitere Informationen in englischsprachigen Beiträgen finden Sie unter Dozens of Cousins von Lois Horowitz und Jackie Smith Arnold’s Kinship: It’s All Relative.

 

Ahnengemeinschaften - unsere entfernte Verwandtschaft

 

In der Genealogie bezieht sich die Ahnengemeinschaft auf den Konsens zwischen Personen in Bezug auf gemeinsame Vorfahren. Eine vollwertige Gleichgewichts-Ahnengemeinschaft hat Vollgeschwister aufgrund ihrer identischen Vorfahren.

 

In der Genealogie wird eine Ahnengemeinschaft zwischen zwei Personen gebildet, wenn ihr letzter gemeinsamer Vorfahre mindestens fünf Generationen zurückreicht. Oftmals erscheint eine so entfernte Blutsverwandtschaft erst, wenn ein detaillierter Vergleich ihrer beiden Stammbäume durchgeführt wird. Sie können zum Beispiel von derselben Ururgroßmutter abstammen, aber später entwickelten sich ihre beiden Seiten getrennt. Vor allem in den früher üblichen Vorfahrenlinien wurde den Informationen über die Vorfahren der mütterlichen Seiten weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Wenn Testpersonen aus verschiedenen Generationen verglichen werden, hat jede Bezugsperson eine andere Anzahl von Generationen als der letzte gemeinsame Vorfahre.

 

Bis zur Verwandtschaft in der vierten Generation der Vorfahren werden konkrete Namen der Verwandten verwendet, zum Beispiel Cousinen oder Cousinen dritten Grades mit der gemeinsamen Abstammung von Urgroßeltern. Wenn der letzte gemeinsame Vorfahre weiter hinten ist, wird der Unspezifische als Ahnengemeinschaft bezeichnet.

 

Ausgehend vom Bild eines großen Stammbaums lassen sich zwei Zweige zurückverfolgen, bis sie den Punkt ihrer Verzweigung erreichen, an dem sie voneinander abzweigen. Von unten betrachtet, gehören der ganze Stamm und der Hauptzweig zur gleichen Ahnengemeinschaft, während sich die (Seiten-)Linien der Verwandtschaft nach der Abzweigung getrennt voneinander entwickelten. Infolgedessen teilen sich alle Äste des Baumes in der Vergangenheit eine angestammte Gemeinschaft, die je nach Ast weitergeht. Auf diese Weise sind unzählige lebende Menschen sogar blutverwandt, ohne sich dieser Tatsache bewusst zu sein.

 

Zum Beispiel hat jedes Kind dieser Eltern aus dem letzten gemeinsamen Vorfahren in der 11. Vorgeneration der Ur-Ur-Ur-Ur-Eltern 1024 Nachkommen (210) statistisch gerechnet, vorausgesetzt, die Linie ist nicht ausgestorben und es wurde kein Ahnenverlust festgestellt. Die heute lebenden Nachkommen dieser Seitenlinien sind untereinander Cousins 10. Grades. Zahlreiche solcher Seitenlinien verzweigten sich in früheren Generationen wie in späteren, mit einer entsprechenden Anzahl von Nachkommen. Jede Person innerhalb einer dieser Linien ist (entfernt) mit allen anderen Personen von allen anderen Seitenlinien verbunden und bildet mit ihnen eine Ahnengemeinschaft, die bis in die Zeit der Urzeit zurückreicht.

 

Indem sie ihren eigenen Familienstammbaum mit dem von berühmten Persönlichkeiten vergleichen, finden sie oft überraschende gemeinsame Vorfahren, manchmal sogar ihre eigene direkte Abstammung von der bekannten Person. Im deutschen Kulturraum sind beliebte Querverbindungen zum fränkischen König Karl dem Großen vorhanden. Viele Glarner Familien können ihre Linien auf ihn zurückführen.

 

Die Bestimmung aller Ahnengemeinschaften wird mit den heutigen Mitteln kaum möglich sein. Vielleicht können spätere Generationen diese Nachkommen mit einem fortgeschrittenen DNA-Test oder mit noch unbekannten Analysen leicht identifizieren und nachweisen. Ansätze dazu gibt es bereits, die sogenannten Genetischen Gemeinschaften.

 

Genetische Gemeinschaften sind Personengruppen, die höchstwahrscheinlich durch DNA verbunden sind, weil sie von einer Population gemeinsamer Vorfahren abstammen, auch wenn sie nicht mehr in dem Gebiet leben, in dem diese Vorfahren einst lebten. So gehen beispielsweise einige Genetische Gemeinschaften auf Gruppen von Menschen zurück, die geografisch isoliert waren. Berge, Flüsse, fehlende Straßen oder andere Hindernisse machten es wahrscheinlich, dass jede neue Generation jemanden heiraten würde, der in der Nähe von zu Hause lebte. Andere haben ihre Wurzeln in Gruppen, die typischerweise andere derselben Religion oder ethnischen Gruppe geheiratet haben. In jedem Fall kamen diese Gruppen, um eine signifikante Menge an DNA zu teilen. Moderne Nachkommen, die einen Teil dieser DNA geerbt haben, bilden genetische Gemeinschaften (siehe auch den englischsprachigen Beitrag Ancestry Genetic Communities White Paper).

 

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