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Der Glarner Musiker, Sänger und Künstler Valentin Baumgartner ist gestorben

Der Gitarrist Valentin Baumgartner ist tödlich verunglückt. Der Musiker hinterliess zahlreiche Spuren in der Zentralschweizer Szene. Er wurde nur 30 Jahre alt.


Valentin Baumgartner, der an der Hochschule Luzern seine Jazzausbildung machte und 2015 mit dem Master Performance abschloss, ist früh aufgefallen als äusserst talentierter Gitarrist und quicklebendiger Geist. Musikalisch war er ausserordentlich offen für zahlreiche Stilrichtungen, vom Swing über die Musik Fahrender zu Chanson und Ethno, vom Hardcore Punk über Noise und Reggae/Dub zur freien Improvisation und zur Neu-Interpretation von Schubert-Liedern.


Baumgartner setzte sich mit der Musik der Fahrenden auseinander und nahm Unterricht beim Gypsy-Jazz-Gitarristen Fapy Lafertin. Er gehörte zu den wenigen jungen Instrumentalisten, die diesen Swing Jazz spielen und in ihre Musik einfliessen lassen konnten. Er spielte unter anderem bei Vadane, Tiece, Gaston Duo, Kadeemka, Les Singes, In Love Your Mother, The Sheiks, Johnny & The Rocketboy und Extrafish.


Der junge Musiker ist am 16. Juli 2021 auf einer Wanderung am Panixerpass im Kanton Glarus auf einem Schneefeld ausgerutscht und tödlich verunglückt. Der 30-Jährige befand sich in Begleitung einer weiteren Person auf dem Abstieg vom Panixerpass in Richtung Elm. Oberhalb des Walenbodens passierte er ein Schneefeld und kam dabei ins Rutschen. In der Folge stürzte er rund 20 Meter in die Tiefe und verletzte sich dabei tödlich.


Valentin Baumgartner ist der Sohn des ebenfalls bekannten Jazzmusikers und Musikpädagogen Heinrich (Heiri) Baumgartner. Valentins Grossvater, der aus Engi stammende Johannes Baumgartner (1920-2003), war Gemeindeverwalter in Engi und Straf- und Oberrichter in Glarus.

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